Die Côte d'Azur war, ist und wird mit Sicherheit immer eine Topdestination bleiben. Schönes Wetter quasi garantiert, beste Infrastruktur, Jet Set Gewusel und echte Kultur leben hier friedlich vereint Tür an Tür. Ob Restaurants, Hotels, Strände oder Freizeitangebot - für jeden Geldbeutel wird etwas geboten.
Leider gibt es aber immer wieder Anbieter, welche durch schlechten Service zu überteuerten Preisen auffallen. Sei es, weil sie schlicht unfähig sind oder weil sie auf die Schnelle viel Geld machen wollen und sich sagen " was interessiert mich ein unzufriedener Gast, morgen kommen wieder neue " - So was funktioniert zwar in der Regel nicht auf Dauer aber die Verlockung ist scheinbar immer noch zu groß.
Dabei ist es eigentlich
genauso zeitaufwendig, schlecht zu kochen wie gut zu kochen - wenn man sein
Handwerk versteht; gekocht muß es werden, so oder so.
Ein gutorganisierter Kellner arbeitet effektiver und schneller als sein
unprofessioneller Kollege und bekommt hinterher sogar noch ein Trinkgeld. Und
ein Lächeln kostet auch nichts, macht aber den Gast glücklich und fördert seine
Geberlaune.
Frankreich ist ja bekanntermaßen - unter anderem - das Land des Weines. Wie kann es da sein, daß in Restaurants ein Roséwein gerade mal knapp unter Zimmertemperatur serviert wird, anstatt knackig gekühlt und dann noch nicht einmal ein Weinkühler dabei ist ??!
In der Hotellerie ist es
oft ähnlich. Zwar gibt es mittlerweile sogar eine Kommission zur Modernisierung
der bestehenden Hotels und zur Förderung des Tourismus - aber alte, abgewohnte
Hotels finden anscheinend immer noch genügend Gäste, um in der Hauptsaison
ausgebucht zu sein.
Eine Paradebeispiel ist das "Hotel Normandy" in Cap d'Ail : die hellhörigen
Zimmer sind lieblos eingerichtet, ein konsequenter Stil ist nicht erkennbar, die
Möbel abgewohnt - man hat den Eindruck, das Mobiliar wurde wahllos aus der
Sperrgutsammlung zusammen gestellt. Die Betten - wackelig und knarrend - sind
für normal gewachsene Europäer zu kurz. Die Badezimmer sind technisch auf dem
Niveau der 60-er Jahre und die Fliesen stammen wohl auch aus dieser Zeit - Nein,
das ist keine Renaissance-Dekoration, die sind wirklich so alt !
Bereits die Rezeption ist ein überladenes und unaufgeräumtes Sammelsurium von
fliegenden Zetteln und eselsohrigen Prospekten und die arrogante Betreiberin
Michelle eher eine Spaßbremse als kundenorientierte Urlaubsberaterin. Sachliche,
objektive Kritiken nimmt sie nicht als Anlaß für notwendige Verbesserungen
sondern kontert nur mit pampigen Antworten auf dem Niveau eines gekränkten
Teenagers.
Der absolute Höhepunkt sind dann aber die Zimmerpreise : bis zu 118€ pro Nacht
sind schon ein starkes Stück.
Die wahren Schuldigen sind aber unter
anderem auch die Touristen, welche sich das klaglos gefallen lassen - solange
nicht allzuviel negatives Echo beim jeweiligen Chef ankommt und immer wieder
neue Opfer darauf hereinfallen wie die Lemminge, solange macht der
Wirt/Hotelier/Boutiquenbesitzer etc weiter wie bisher.
Deshalb also ruhig mal seinen Unmut kundtun - Sie werden schon nicht gleich
standrechtlich erschossen. Vor allem aber auch die Anderen warnen - wofür soll
Internet sonst gut sein, wenn nicht für ungehemmte Konversation. Vergessen Sie
auch die Tourismusbüros nicht, auch dort kann man sich über schlechte Hotels
beschweren und diese werden dann vielleicht künftigen Ratsuchenden immer
seltener oder gar nicht mehr empfohlen.
©2007
www.voila-la-france.de
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