Typisch mediterran besteht sie aus viel
Gemüse, zubereitet in Olivenöl und natürlich
Meeresgetier in allen Formen und Variationen.
Die Gegend um Nizza,
Grasse etc ist unter anderem auch bekannt für ihre Oliven und
derer Produkte : die sehr kleinen schwarzen Oliven selbst, zum
Aperitif, die "Tapenade" auf kleinen, gerösteten
Brotscheibchen : eine Creme aus pürierten schwarzen Oliven,
Olivenöl und dann, je nach Lust und Laune noch Kapern oder
Sardellenfilets, Knoblauch und Peperoni und natürlich
schließlich das Olivenöl selbst, zum Kochen oder
für Salate. Öle von kleinen Herstellern können dann
schon mal 15 - 20 € der Liter kosten, aber Achtung : nicht alle
Öle die auf Wochenmärkten zu diesen Preisen angeboten
werden, sind auch wirklich edelste Handwerkskunst, auch hier gibt es
leider schwarze Schafe, die mit gepanschtem Industrieöl in
schönen Flaschen gutes Geld verdienen möchten. Gehen Sie
also lieber in Spezialgeschäfte; dort können Sie auch noch
probieren bevor Sie kaufen (siehe z.B. unsere Seite "Nizzas
Altstadt")
Wenn Sie sich übrigens für den Beruf
des Oliven-Entsteiners interessieren : den gibt es nicht ;o).
Jemand hat mal versucht, Olivenöl aus entsteinten Oliven
herzustellen (und das Öl dann zu Ökopreisen zu verkaufen).
Dies hat aber nicht so recht funktioniert, da das Öl plötzlich
nicht mehr haltbar war. Irgendwas ist also in den Kernen drin, was
das Öl haltbar macht - natürliche Konservierungsstoffe
quasi.
Wenn Sie für Ihren Garten einen Olivenbaum suchen und
noch nicht wissen, ob Sie grüne oder schwarze Oliven
anbauen möchten, so zerbrechen Sie sich nicht länger
darüber den Kopf : grüne Oliven sind schlicht und
ergreifend unreife, schwarze Oliven !
Neben
Allerweltsklassikern wie dem Salade Niçoise oder dem
Ratatouille gibt es Gerichte, die außerhalb wenig bis
gar nicht bekannt sind. Die "Tarte aux blettes" :
ein Kuchen mit Äpfeln, Rosinen, Pinienkernen und Mangold (für
Küchenlaien : sowas wie Spinat) drin : nicht schlecht, aber
gewöhnungsbedürftig.
Ein typischer Regionalklassiker :
die "Socca" aus Nizza, ein Pfannkuchen aus
Kichererbsenmehl, der in Olivenöl im Holzofen gebacken wird und
dann heiß, nur mit etwas frischem Pfeffer bestreut, als
Aperitif gegessen wird; dazu trinkt man einen leichten Rotwein oder
einen kühlen Rosé. Sehr lecker und es beweist mal wieder,
das die einfachsten Sachen oft die Besten sind.
Die beste Socca
(es gibt RIESEN-Qualitäts-/Geschmacksunterschiede ! ) gibt es
unserer Meinung nach Samstag Vormittag auf dem Markt in Beaulieu
(leider nicht immer, weil er Samstag Nacht auch in der MegaDisco "La
Siesta" zwischen Nizza und Antibes seine Socca anbietet).
Sie
dürfen nur nicht zu spät kommen (bis 12.00 Uhr), sonst
gibt's nix mehr und danach auch nicht zulange rumtrödeln, da die
Socca wie gesagt warm gegessen wird und wieder aufwärmen
schmeckt nicht. Die Socca auf dem Nizzaer Blumenmarkt hingegen ist
für unseren Geschmack etwas zu trocken geraten.
Typisch ist
auch die "Pissaladière" : eine Art Pizzateig
(manchmal auch ein Brotteig, der wie eine Pizza geformt wird) der
ausschließlich mit gedünsteten Zwiebeln, Knoblauch und
einigen Kräutern belegt und mit Sardellenfilets und schwarzen
Oliven dekoriert. Sie kann heiß, warm und sogar kalt gegessen
werden und es gibt sie in fast jeder Bäckerei zu kaufen. Am
besten dort kaufen, wo sie einem auch warm gemacht wird (Snack)
Eine weitverbreitete, mediterrane Spezialität ist die "Bruschette" : eine spezielle Brotscheibe mit Olivenöl bestrichen und dann "getoastet" und, wie bei einer Pizza, mit allem Möglichen belegt und im Ofen gebacken ; besser im Geschmack und nicht so schwer im Magen wie eine Pizza.
In der klassischen Gastronomie gibt es natürlich unzählige Rezepte mit Produkten der Region. Wichtig ist neben guter Ware natürlich immer die Lust und das Talent des Kochs, die Begeisterungsfähigkeit des Konsumenten und ein nettes Ambiente. Folgen Sie einfach Ihrer Nase und unseren Restaurant-Tips
Bon appétit
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