[ Strafzettel ] [ Auto abgeschleppt?] [ Polizei ] [ Anreise über Italien ] [ Autobahnen ] [ Strassenkriminalität ] [ Verkehrsdelikte ] [ Radarfallen ]
[Conduite accompagnée] [ Regen ] [ grüne Versicherungskarte ] [ Kreisverkehr ] [ Vorfahrt ] [ Autos, Motorräder & Verkehrsmoral ] [ Parken ]
[ Zigaretten ] [ Trinkgeld ] [ Zahlungsmittel ] [ Supermarkt ] [ McDonalds & Co ] [Franchise] [ Taxis/ Busse/Mietwagen ] [ Handy / Telefone ] [ Studenten ]
Wenn es Sie doch einmal erwischt, dann können Sie es natürlich riskieren, nicht zu zahlen und zu hoffen, dass es nicht nach Deutschland weitergegeben wird. ABER, wenn es dann doch in Ihrem Heimatland eingetrieben wird, dann wird es teuer.
Werden Strafzettel in Frankreich
nicht innerhalb 30 Tage bezahlt, so verdoppelt oder verdreifacht
sich der Betrag automatisch. Nichtbezahlte Parkuhr kostet 11 €,
parken im Halteverbot kostet z.B. in Nizza u.U. 35 €, nach 30
Tagen darf’s dann schon ein bisserl mehr sein ! Wenn Sie also
sicherheitshalber zahlen wollen, dann geht das so (Einzahlung per
Post oder Banküberweisung geht nämlich nicht) : Sie müssen
in einem Tabakladen (“bureau de tabac”) eine spezielle
Strafzettel – Marke kaufen, diese auf den Original-Strafzettel
kleben, die persönlichen Daten eintragen, zusätzlich eine
Briefmarke draufkleben und ab in den nächsten Briefkasten (am
einfachsten ist, dem Tabakladenverkäufer einfach den Strafzettel
hinzuhalten, der weiß dann schon wie’s geht). Bei der
Strafzettel – Marke liegt noch eine zweite Marke, die Sie auf
die Strafzettelkopie kleben und das dann als Ihren Zahlungsnachweis
aufheben (also von wegen : nix zahlen und dann hinterher sagen “aber
ich habe es doch abgeschickt – ist doch ein Problem eurer Post”
, das funktioniert nicht).
Zur Zeit wird in einigen
Gemeinden gerade ein neues System getestet, bei dem man im
Tabakbüro die Strafzettel direkt mit Kreditkarte zahlen kann
(also ohne die bisherigen Strafzettel-Marken)
Seit langem ist es in Frankreich
Tradition, dass ein neu gewählter Staatspräsident nach der
Wahl eine Generalamnestie für Strafzettel erlässt.
Demzufolge zahlt kein Franzosen in den letzten Monaten vor der Wahl
seine Strafzettel und manche Polizeidienststellenleiter haben ihren
Polizisten diskret interne Anweisung erteilt, keine Strafzettel mehr
auszustellen; die würde eh' keiner bezahlen und der
Verwaltungsaufwand bis zur Wahl würde nur unnötig Geld
kosten. Denn verwaltet müssen sie werden, die Amnestie ist
schließlich kein Gesetz, sondern nur Tradition. Wobei sich
bisher kein Präsident traute mit dieser
Tradition zu brechen.
Die Amnestie bezieht sich übrigens nur
auf Bagatelldelikte wie Falschparken etc.
Lebensgefährdendes Schnellfahren, Alkoholdelikte etc werden
selbstverständlich weiter verfolgt.
Mit dem neuen Präsidenten
Nicolas
Sarkozy, gibt es nun erstmals keine Amnestie mehr, denn er tritt für mehr Sicherheit im
Strassenverkehr ein und hat die Strafzettelamnestie für kontraproduktiv erklärt.
Auto abgeschleppt ? Schade, schade
Die Autoverwahrstelle heißt “Fourrière” (sprich : furjähr). Wenn also Ihr Auto nicht mehr an der Stelle steht, wo Sie abgestellt haben und Sie dann erst die Halteverbotsschilder sehen, dann fragen Sie am besten einen Polizisten “Où est la fourrière” (sprich : u ä la furjähr ) . Gegen Abgabe eines kleinen Teils Ihrer Urlaubskasse (100-200 €) kriegen Sie dann dort Ihr Auto wieder. ACHTUNG : vor allem in Monte-Carlo brauchen Sie aber einen Versicherungsnachweis (gültige grüne Versicherungskarte genügt), sonst ist busfahren angesagt !
Spitznamen
(NUR ZUR INFO ! NICHT ZUM EIGENEN GEBRAUCH BESTIMMT !) :
"
flics " oder " poulets " ( poulet = Hühnchen,
weil das erste Kommissariat Frankreichs seinerzeit neben einem
Geflügelmarkt eröffnet wurde)
In Frankreich
unterteilt sie sich in die städtische Polizei = Police
Municipale, mit den weißen Autos und die Gendarmerie
Nationale (untersteht dem Militär) mit den blauen Autos. Die
Blauen haben wesentlich mehr Befugnisse und sind bestens ausgestattet
(jedes Auto mit Computer u.ä.). Wer sich z.B. durch exzessives
Schnellfahren den Unmut der Gendarmen zuzieht und den dann fälligen
Strafzettel nicht gleich bezahlen kann, darf sich zu Fuß
auf die Suche nach Bargeld machen ! Das Auto eines Ausländers
wird nämlich erst mal konfisziert (um auch sicher zu gehen, dass
er bezahlt).
Die Aussage des Innenministers
Sarkozy : "Die Franzosen müssen sich daran gewöhnen,
auf ihrer Fahrt in den Urlaub vermehrt Polizei auf den Straßen
zu sehen" hat sich tatsächlich erfüllt. Konnte man
früher oft stundenlang fahren, ohne einen einzigen Polizisten zu
sehen, so stehen sie heute wirklich überall.
Aufgepasst :
auch in Frankreich werden nun vermehrt Radarfallen aufgebaut
(Details siehe weiter unten)! Auf Autobahnen sieht man nun fest
installierte Radarfallen. Auf Landstrassen und im innerstädtischen
Verkehr wird gerne mit der unauffälligen Radarpistole
geblitzt.
In Nancy werden gerade
Blitzampeln getestet : das
bisher gerne praktizierte Überfahren von roten Ampeln wenn
gerade keiner kommt, kostet dann 90 € und vier Punkte (wenn man
nicht innerhalb von drei Tagen bezahlt kostet es 135 €; nach
einem Monat wird es dann noch mal teurer)
2005 haben die Radargeräte übrigens über 200 Millionen Euro in die Staatskasse gespült ! Kein Wunder, dass das zum Lieblingsspielzeug der Flics wurde.
Seit Sarkozys hartem Kurs, glauben die Flics nun
auch, sie müssten sich wichtig machen. In letzter Zeit
praktizieren sie gerne auch mal die gleiche Wegelagerei, wie ....
anderswo in Europa; sprich sie platzieren sich an Stellen, an denen
ihre Präsenz zwar nicht unbedingt nötig wäre, aber wo
man schön abkassieren kann. Na ja, Polizei eben ... wie bereits
oben erwähnt, gehören sie in Frankreich zum Militär -
quasi ein doppelter Uniformträger ; sagt ja alles !
Auch in Deutschland gibt es natürlich Polizisten der unangenehmen Art (südlich
von München, am Standort von EADS, ist der Ruf der örtliche Polizei als "Feind
und Fallensteller" sogar bis hier nach Frankreich gedrungen) aber im Grossen und
Ganzen stellen sich
deutsche Polizisten meist als normale vernunftbegabte Menschen dar, mit denen man
auch vernünftig reden kann, bei den französischen Kollegen trifft man hingegen leider in der
Mehrzahl eher soldatische Charaktere an und was soll man schon von jemandem
erwarten, der sich bedingungslosen Gehorsam und Gehorchen ohne Nachdenken zum
Lebensmotto erkoren hat und der gandenlos den Hampelmann gibt, sobald jemand
einen Streifen mehr auf der Schulter hat
Andererseits
muss man auch fast Mitleid haben : keiner mag sie eigentlich, keiner
nimmt sie für voll und jeder hebt innerlich den Stinkefinger - nicht gerade
ein Traumjob - aber sie haben ihn sich ja selbst ausgesucht.
Am besten also immer schön
freundlich bleiben - Oui Monsieur,
Merci Monsieur, Au revoir
Monsieur
- und sich seinen Teil denken.
Ausnahmen bestätigen die Regel : hin und wieder trifft man auch hier auf ganz nette Blaumänner, aber das ist wie gesagt - leider - die Ausnahme, die meisten (miss)brauchen ihre Uniform als Ersatz für fehlendes Selbstbewusstsein.
In
Monaco ist die Polizei gern einmal a bisserl arrogant !
Auch hier gilt : einfach lächeln und den armen Tropf sein Theater aufführen
lassen.
(Bevor jetzt gleich
wieder jemand erbost zur Feder greift, dass man schliesslich die Polizei
dringend bräuchte, dass es ohne sie ein völliges Chaos gäbe etc etc.... Schon
richtig, aber deswegen muss man sie ja nicht lieben. Wir brauchen auch
Prostituierte für die Sicherheit unserer Frauen und Töchter - aber ich würde es
trotzdem nicht gerne sehen, wenn meine Tochter diesen Beruf ergreifen würde.
Und ausserdem ist es wahrscheinlich ohnehin eher der Soldatencharakter, der die
Flics so lächerlich erscheinen lässt)
Das oben erwähnte Konfiszieren
des Autos, wenn der ausländische Fahrer nicht gleich zahlen
kann, gilt übrigens genauso in Italien, nur dass in
Italien scheinbar gezielt nach Touristen auf dem Nachhauseweg
Ausschau gehalten wird !!
Und noch ein Hinweis zu Italien ,
vor allem für Süd- und Ostdeutsche, die oftmals über
Italien nach Frankreich einreisen : wenn Sie in Italien irgendwo in
einem Restaurant oder Autobahnraststätte etwas essen (oder nur
einen Kaffee trinken), müssen Sie die Rechnung/Kassenbon aus dem
Lokal mitnehmen. Wenn Sie diese nämlich bei einer Kontrolle auf
dem Parkplatz vor dem Restaurant nicht vorweisen können, kostet
das zwischen 50 und 1033 € Strafe. Und diese
Vorschrift existiert nicht nur auf dem Papier, sie wird auch
praktiziert !
NACHTRAG : Dieses
Gesetz wurde am 3.Oktober 2003 aufgehoben, aber nehmen sie trotzdem
immer den Kassenbon mit ; man weiß ja nie.
Neuestes Gesetz für
Motorradfahrer :
wer in Italien ohne Helm fährt, zahlt nicht nur 66 €
Strafe, die Italiener beschlagnahmen auch noch das Motorrad für 30 Tage
!!!
Der Urlaub ist dann ja wohl gelaufen.
Für Autofahrer ist in Italien jetzt außer dem Besitz eines Warndreiecks auch die Mitnahme einer Signalweste obligatorisch. Diese Weste muss sich im INNENRAUM des Fahrzeugs befinden, nicht im Kofferraum ! Am besten legen Sie sie gut sichtbar ins Auto. So verhindern Sie, dass Sie ständig von bußgeldhungrigen Carabinieri angehalten und kontrolliert werden.
50 € werden ebenfalls fällig
für ein fehlendes Nationalitäten-Kennzeichen (D-Schild)
fällig ; Nette Sitten, da drüben.
(Haben Sie
bereits ein EU-Kennzeichen, auf dem das "D" schon
aufgedruckt ist, entfällt natürlich das extra D-Schild)
Nach wie vor gilt - und wird immer wieder bestätigt, dass Italien die Touristen hauptsächlich als Melkkühe betrachtet; leider hat sich diese Einstellung nicht nur bei der Polizei, sondern auch bei vielen Geschäftsleuten festgesetzt. Wenn sich die Anreise über Italien also nicht vermeiden lässt, kann man nur wärmstens empfehlen :
Wechselgeld immer sofort nachzählen
Bei der Durchfahrt so wenig Geld wie möglich im Land lassen : Tanken, ein Sandwich, ein Espresso und dann "Ciao, ciao Bella "
Und wenn Sie sich jetzt sagen :
jetzt übertreibt er aber, mein Nachbar zuhause ist auch Italiener und trotzdem
recht nett?!
Tja, schon möglich. Vielleicht
ist er deshalb ausgewandert !
Wir haben bei unserem letzten Münchenaufenthalt auch mal bei einem Italiener
gegessen : sehr freundlicher Service und sehr gute Küche !
NACHTRAG 2005 : Kaufen Sie auf italienischen Märkten wie z.B. in Vengtimiglia auf KEINEN Fall irgendwelche kopierten Waren, egal ob falsche Rolexuhren, nachgemachte YSL-Lederwaren oder imitierte Edelstrickwaren : es gibt seit dem Sommer 2005 diesbezüglich ein verschärftes Gesetz (denn illegal ist das ja schon immer gewesen) und bereits am ersten Tag seiner Gültigkeit haben italienische Carabinieri 4 Touristen mit solchen Kopien geschnappt : jeder hat eine Geldstrafe von 10.000 (i.W. zehntausend) Euros aufgebrummt bekommen : da kommen Sie mit einem Original in der Regel weit billiger weg !
Warum unternehmen die
italienischen Carabinierie eigentlich nur etwas gegen die kaufwilligen Touristen,
aber nichts gegen die senegalesischen Schwarzhändler in Ventimiglia ?
Nun, es geht das - sehr glaubhafte - Gerücht um, dass der Grosslieferant für all
die kleinen afrikanischen Verkäufer - ein arabischer "Geschäftsmann" - in einer
sehr schönen und luxuriösen Villa in den Bergen von Ventimiglia residiert und ab
und zu eine wohlwollende Spende für den Polizeifond, ein neues Polizeiauto o.ä.
spendiert : Money makes the world go round ...
NACHTRAG 2007 : Italien hat die Bussgelder gerade wieder erhöht. Falschparken kostet jetzt mindestens 36€, Gurt vergessen 74€ und Zuschnellfahren gibt es dann schon ab 148€
NACHTRAG 2009 : die Signalwesten sind nun mittlerweile fast überall Pflicht. In Frankreich muss man nun die Weste und ein Warndreieck mitführen. In Spanien Warndreieck und ZWEI Westen.
sind in der Regel mautpflichtig, das dürfte ja wohl mittlerweile bekannt sein. An den Mautstation wird entweder ein Ticket gezogen, das dann an der nächsten Mautstelle zum Berechnen der Maut gilt. Es gibt in Frankreich mehrere Autobahn -Betreiber - Gesellschaften und wenn Sie ihr Ticket verlieren, müssen Sie soviel bezahlen, als wenn Sie die gesamte Autobahn des betreffenden Betreibers benutzt hätten ( logisch, sonst würden ja die Superschlauen ihr Ticket wegwerfen und sagen, sie kämen gerade von der letzten Auffahrt). Also vor allem Motorradfahrer aufgepaßt : Ticket gut verstauen und lieber zweimal schauen, ob die Jackentasche auch gut verschlossen ist.
Die zweite Variante ist das Bezahlen für den nächsten Streckenabschnitt.
Dort wo gezahlt wird, gibt es meist mehrere Wärterhäuschen : die speziell reservierten Bahnen für Leute mit Abonnement (ein kleines Kästchen hinter der Windschutzscheibe, das bei Annäherung an die Schranke gelesen wird und die Schranke automatisch öffnet). Diese Spuren sind mit einem orange-schwarzen t (oder auch schwarz-orange) gekennzeichnet.
Über manchen Häuschen sieht man auch manchmal ein Zeichen mit den Buchstaben " CB ", das bedeutet Carte Bancaire = Kreditkarte (keine so genannten "electron-Karten")
Ist über den Häuschen eine Art Basketballkorb gezeichnet, so sind das die Schalter, wo man Münzgeld in einen Korb wirft - der Automat gibt Restgeld raus, nimmt aber keine Geldscheine an (meist gibt es aber auch hier einen Schlitz für Kreditkarten)
Und schließlich das stilisierte Männchen, das auf ein bemanntes Häuschen hinweist : für diejenigen, die weder eine Kreditkarte, noch genügend Münzgeld haben und deshalb mit Papiergeld bezahlen.
Motorräder müssen an den bemannten Häuschen zahlen. Erstens will man vermeiden, daß ein Motorradfahrer einfach hinter einem Auto mit durch die Schranke schlüpft oder ein Moped zahlt und neben ihm fahren noch drei andere mit durch, oder sie fahren schlichtweg einfach an der Schranke vorbei. Zum anderen sind Mopeds natürlich in der Maut günstiger als Autos und das kann ein Automat schließlich nicht unterscheiden.
Seit Oktober 2003 sind nun
fest installierte Radargeräte auf den Autobahnen
installiert. Meist steht vorher ein Hinweisschild : das soll also
keine Abzocke sein, sondern die Leute an Unfallknotenpunkten zum
Langsamfahren zwingen.
Es gibt aber auch mobile
Radarüberwachung, die nicht durch Warnschilder angekündigt
wird !!!
Der Besitz eines Radarwarngerätes ist
strafbar. Bei Zuwiderhandlung wird :
das Gerät konfisziert
das KFZ stillgelegt
eine Strafe der Klasse 5 verhängt (die höchste; bis 1.500 €)
der Führerschein entzogen
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf französischen Autobahnen beträgt normalerweise 130 km/h, bei starkem Regen 110 km/h
NACHTRAG 2009 : im Departement Seealpen (Menton - Cannes) gilt auf der Autobahn jetzt Vmax 110 km/h. Dies ist gerade noch erträglich, da in unserer Gegend die Autobahnen aufgrund der Berge ohnehin sehr kurvig und von vielen Tunnels durchzogen waren und deshalb die reduzierte Geschwindigkeit nicht so sehr ins Gewicht fällt. Ausserdem ist das Departement relativ klein, sodass man es selbst mit 110 km/h bald durchquert hat.
Der "vol à la portière", der "Raub an der Autotür" ist zwar ursprünglich
eine neapolitanische Spezialität, kommt jedoch vor allem in
Nizza leider immer wieder vor. Die Täter haben meist einen Kumpel mit einem
Motorroller bei sich, reissen bei einem an der Ampel stehenden Auto, bevorzugt
ortsfremden Kennzeichens, die Beifahrertüre auf, um z.B. eine Handtasche zu
rauben - meist noch mit Schlägen auf den Beifahrer verbunden, um dann schnell
per Roller durch den Stau oder Seitengassen zu entkommen.
Verstauen Sie also am besten Handtaschen unter dem Sitz oder zumindest
schwerzugänglich und nicht auf dem Präsentierteller. Handys oder Fotoapparate
ebenfalls.
Leider erbeuten solche Täter nicht selten 10 - 15.000 € Bargeld in
Handtaschen. Es ist ja nett, dass die italienischen Geschäftsleute ihr
Schwarzgeld bei ihren Kurztripps in Frankreich ausgeben und böse Zungen
behaupten, bei dieser Form von Strassenkriminalität handele es sich lediglich um
eine längst fällige Umverteilung des Bargelds aber das muss ja nicht
ausgerechnet Ihnen passieren.
Auch wenn Ihnen ein scheinbar freundlicher junger Mann, der an einem Fussgängerübergang vor Ihrem Auto über die Strasse geht, Zeichen macht, Sie hätten beispielsweise einen Platten oder ähnliches, kann es schon mal vorkommen, dass Sie besorgt austeigen und vorne um ihr geliebtes Auto rumgehen, während von hinten dessen Kumpel in ihr offenes Auto springt und mit selbigem davonbraust.
Am schlimmsten sind jedoch ihre
eigenen Landsleute : ein offensichtlich seriöser Deutscher verwickelt Sie in ein
Gespräch unter Landsleuten und erzählt Ihnen eine spannende Geschichte von
verlorengegangenen Papieren, gestohlenem Gepäck o.ä. und will sich von Ihnen
Geld leihen um nach Hause zu fahren oder irgend sowas, natürlich gegen Vorlage
seines Personalausweises usw (die dort genannte Adresse stimmt natürlich schon
lange nicht mehr). Versuchen Sie nicht mal mit diesen Leuten zu diskutieren :
das sind Profis, die auf alles eine logische Antwort / Ausrede haben. Nehmen Sie
sie auch nicht in ihrem Auto mit, denn wenn er erst mal in ihrem Wagen sitzt und
sie den Motor gestartet haben, kann er Sie jederzeit zum Aussteigen zwingen und
seelenruhig mit ihrem Auto verschwinden ohne sich mit der Wegfahrsperre
abzumühen - Sie haben das ja bereits selbst für ihn erledigt.
Wenn die herzzerreissende Geschichte seiner persönlichen Verkettung misslicher
Umstände wirklich einmal wahr wäre (ist sie aber nicht !!), dann gibt es für solche Fälle das Konsulat -
das ist wirklich nicht ihr Bier. Sie sind im URLAUB !! Geben Sie ihm meinetwegen
zwei Euro zum telefonieren (als Belohnung, wenn seine Geschichte wirklich gut
erzählt war) und dann tschüss !
Hier sind Verkehrsdelikte und ihre Folgen aufgeführt (in französisch)
Übersichtskarte festinstallierter Geschwindigkeitskontrollen in Frankreich (vergessen Sie aber nicht, dass es auch mobile Überwachung gibt !!!) In dem Feld "choisissez une région" wählen Sie das entsprechende Departement aus.
Diesen Aufkleber werden Sie in Frankreich öfters sehen. Er bedeutet "begleitetes Fahren" und bezeichnet einen Jugendlichen am Steuer eines Autos unter Aufsicht eines Erwachsenen. Ab dem Alter von 16 Jahren besteht die Möglichkeit, eine Fahrschule zu besuchen und quasi den Führerschein zu erwerben, mit der Einschränkung, dass der Jugendliche nur innerhalb Frankreichs und in Begleitung eines Erwachsenen fahren darf, verringerter Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen und Landstrassen unterliegt und sich nach vorgegebenem Reglement zweimal einer Zwischenprüfung bei der Fahrschule unterziehen muss (um seine fahrerische Entwicklung zu testen). Mit 18 Jahren muss er dann nur noch eine praktische Prüfung absolvieren und er hat dann die normale Fahrerlaubnis
dann bitte extrem vorsichtig fahren. Der Regen vermischt sich mit dem Staub und dem Blütenstaub zu einem schmierigen Straßenbelag. Vor allem in Parkhäusern ist Vorsicht geboten, denn dort sind die Böden häufig lackiert und da fährt (und bremst !) es sich wie auf Glatteis.
Denken Sie auch daran, dass bei stärkerem Regen auf Autobahnen nicht mehr 130 sondern evtl. nur 110 km/Std als Höchstgeschwindigkeit zulässig sind.
Sie ist vor allem im Falle eines Unfalls wichtig, sonst droht vorübergehende Beschlagnahme des Fahrzeugs. Und außerdem : siehe weiter oben unter : “Auto abgeschleppt ?”
Darin ist Frankreich Weltmeister :
ca. 20.000 Stück gibt es - in den doch etwas größeren
USA gibt es gerade mal 2.500 !.
Im Kreisverkehr gilt : wer im Kreis drin ist,
hat Vorfahrt, also quasi “links vor rechts”
Geblinkt wird nur beim Verlassen des Kreisverkehrs.
Mittlerweile hat es sich
herumgesprochen : Kreisverkehre sind sicherer, billiger und
effizienter als Kreuzungen und sie schleusen den Verkehr zügiger
durch als eine Kreuzung mit Ampelschaltung.
ist wie in Deutschland geregelt : rechts vor
links. Aber ACHTUNG : vor allem im Süden Frankreichs haben
oftmals die kleinen, unscheinbaren Strassen, die von rechts in eine Hauptstrasse
einmünden weder Halt- oder Stopschild noch dementsprechende Fahrbahnmarkierungen
und sind somit Vorfahrtsberechtigt !! Wenn Sie sich also auf einer - Ihrer
Meinung nach - Vorfahrtsstrasse befinden (nur weil die Strasse so schön
breit und gerade ist oder weil es sich offensichtlich um die Hauptstrasse
handelt), so sollten Sie bei Einmündungen von rechts trotzdem immer auf eventuelle
Strassenschilder achten.
Von Autofahrern und Motorradfahrern, sowie deren Verkehrsmoral
Generell geht’s in Frankreich ganz gern mal etwas zügiger voran und Verkehrsregeln galten allgemein eher als wohlgemeinter Ratschlag, denn als bindende Vorschrift. So wird schon mal bei Rot losgefahren, wenn die Fußgängerampel von grün auf rot umschaltet, aus der Seitenstrasse eh’ keiner mehr kommt oder wenn ein weiteres Warten als unnütz empfunden wird. Das sollten vor allem Motorradfahrer beherzigen, die bei Gelb noch über die Kreuzung wollen ! Zwar hat sich auch hier einiges geändert (siehe Sarkozys neue Marschroute in Sachen Verkehrsmoral), aber trotzdem aufpassen.
Frankreichs Bürger sind die am
schlechtesten erzogenen Verkehrsteilnehmer Europas. Das wissen sie
selbst und haben jetzt beschlossen, dies zu ändern. Nachdem nun,
wie bereits oben erwähnt, immer mehr Gemeinden Radarpistolen
anschaffen und auf Autobahnen fixe Radarfallen installiert werden,
sind jetzt auch Flics auf Motorrädern "inkognito"
unterwegs, also nicht als Gesetzeshüter erkennbar. Haben Sie
einen Verkehrssünder auf frischer Tat ertappt, verfolgen sie ihn
unauffällig, informieren gleichzeitig über Funk die
uniformierten Kollegen, die das schwarze Schaf dann anhalten und zur
Kasse beten.
Wer vor Schulen mehr als 30 km/h zu schnell
unterwegs ist oder eine rote Ampel überfährt, riskiert ein
Wochenende im Gefängnis!!!
Zitat : Wer wegen Zuschnellfahrens
ein Wochenende im Gefängnis zugebracht hat, fährt am Montag
anders als noch am Freitag zuvor ! Dieses Argument lässt sich
nicht von der Hand weisen.
In Schulen werden verstärkt
Vorträge zur Verkehrssicherheit gehalten und in Diskotheken wird
schon mal die Musik unterbrochen und jugendliche Unfallopfer erzählen
auf der Bühne von ihren schweren Unfällen, um die anderen
Jugendlichen davon abzuhalten, alkoholisiert Auto zufahren.
Sie
sehen also, die meinen es scheinbar ernst - aus isses mit der
mediterranen Gelassenheit.
Telefonieren
am Steuer ist nur mit Freisprecheinrichtung (Ohrstöpsel
genügen) gestattet. Das Telefon in der Hand kann teuer werden.
ACHTUNG : auch wenn Sie an einer roten Ampel oder im Stau stehen
stehen, sind Sie Verkehrsteilnehmer und somit an diese Vorschrift
gebunden. Also besser rechts ran fahren.
Polizisten nehmen diese
Vorschrift unter Umständen sehr, sehr ernst. Zwei ihrer Kollegen
kamen im Sommer 2003 nämlich ums Leben, weil eine (noch dazu
schwangere) Frau mit 170 km/h in einen stehenden Polizeiwagen raste -
die Frau war mit dem versenden einer SMS beschäftigt !!! Die
Frau hat überlebt, die Polizisten hinterlassen Familie!
Motorräder
dürfen in
Frankreich fast alles, haben eigene Parkplätze und sind vor
allem im Süden das bevorzugte Verkehrsmittel. Autofahrer machen
im Stau meist Platz, damit Motorräder auf dem Mittelstreifen
durchkönnen – Verkehrserziehung oder das Motto “wenn
ich im Stau steh’, dann wartet der gefälligst auch”
sind hier absolut fehl am Platz ! Wird jedoch brav Platz
gemacht, so bedankt sich der Mopedfahrer auch meist recht freundlich
- z.B. indem er das rechte Bein beim Vorbeifahren hebt und kurz
ausstreckt.
Da Motorradfahrer hier dermaßen häufig
auftreten, wird der in Deutschland gepflegte Gruß bei der
Begegnung zweier Biker im Straßenverkehr hier allenfalls noch
auf Landstraßen gepflegt; in der Stadt wirst du ja mit
Grüßen nicht mehr fertig und ziehst dir höchstens
'nen Muskelkater zu.
Rollerfahrer sind übrigens keine
Motorradfahrer - Grüßen ist da also unnütz ;o)
Die wüssten wahrscheinlich auch gar nicht, was das soll !!
Noch ein Wort zur
Schutzbekleidung : wir wollen natürlich niemanden zu hiesiger
Schutzbekleidung überreden (Bermudashorts und Espadrillos) aber wenn mir ein
Motorradfahrer mit an Armen und Beinen hochgekrempelter schwarzer Lederkombi
entgegenkommt, das Visier offen und dahinter ein hochrotes, schweisstriefendes
Gesicht mit Augen, die jeden Moment aus ihren Höhlen zu hüpfen drohen, dann
kommt der meist aus Deutschland und Umgebung und ist kurz vorm Hitzekollaps..
Lederbekleidung mag ja die robusteste Schutzbekleidung sein, aber in einer Sauna
auf zwei Rädern kann man sich nur schon schwer konzentrieren und Unfälle aus
Unachtsamkeit und Erschöpfung sind da schnell passiert. Überlegen Sie sich also,
ob eine luftigere Schutzbekleidung, aus Textilfasern mit eingebauten Protektoren
wie z.B. bei den Endurofahrern nicht sinnvoller wäre.
Ich habe mir letztes Jahr für eine grössere Fahrt extra eine neue Jacke zugelegt
: von weitem sieht sie aus, wie jede beliebige, schwarze Motorradjacke, bei
näherem Hinschauen sieht man aber, dass das Material fast netzartig mit ca 1mm
grossen Löchern ist und dadurch bereits bei geringster Fahrt der Wind
durchströmt. Selbst im Hochsommer und trotz der schwarzen Farbe kommt hier kein
Schweiss auf. Da die Jacke am Körper anliegt, sitzen auch die Protektoren (inkl.
Rückenprotektor!) immer am richtigen Platz. War so begeistert davon, dass ich
mir auch gleich die dazugehörigen Handschuhe gekauft habe.
Sollte es wirklich mal etwas kälter werden (Passfahrten) genügt es, einen
Windschutz wie z.B. die Regenkombi überzuziehen.
Fußgänger haben beim
Überqueren der Fahrbahn Vorrang, in dem Moment indem sie einen
Fuß auf den Zebrastreifen setzen; also anhalten!! Allzu
vertrauenswürdige Fußgänger gehen schon Mal ohne zu
gucken über die Strasse.
Führerscheinneulinge (die ersten zwölf Monate), erkenntlich an einem Aufkleber mit großen, roten A auf weißem Grund dürfen max. nur 90 km/h fahren.
Gelbe Randstein- oder Fahrbahnmarkierungen bedeuten Halte- oder Parkverbot - je nachdem, ob das Gelb unterbrochen oder durchgehend gezeichnet ist.
Blinken ist Glückssache – also Motorradfahrer : aufgepaßt beim Überholen von Autos im Stadtverkehr !
Autobahnwegweiser sind auf blauem Grund. Steht darauf auch das Wort “péage”, so ist die Autobahn mautpflichtig.
Hinweisschilder mit grünem Hintergrund bedeuten so was ähnliches wie die deutsche Schnellstrasse. (In Italien ist es genau umgekehrt : grün = Autobahn, blau = Schnellstrasse)
Französische Nummernschilder
: die ersten Ziffern und der nachfolgende Buchstabenblock haben
keinerlei Bedeutung. Lediglich die letzten beiden Ziffern auf dem
Nummernschild zeigen die Herkunft des Fahrzeuges an. Es handelt sich
dabei um die Departmentnummern, welche alphabetisch sortiert sind.
Deshalb tragen die KFZ zwischen Menton, Nizza, Antibes und Cannes die
06 für "Alpes Maritimes" (Seealpen) und die
Nachbarn von Cannes, also Théoule, St. Raphaël etc die
83, weil das Departement "Var" heisst.
07 wäre
z.B. die Gegend der "Ardèche", welche
immerhin ca. 300 km von 06 - den Seealpen - weg ist. Die Nummern
haben also wie gesagt keinerlei geografische Sortierung
Ausnahme
von der alphabetischen Sortierung : 2 A und 2 B bezeichnen Korsika.
Diese Ausnahmeregelung hatte früher den für die Korsen
angenehmen Effekt, dass der Polizeicomputer die Strafzettel
korsischer Autos automatisch als Fehler erkannt und gelöscht
hatte - Buchstaben hatten seiner "Meinung" nach an dieser
Stelle des Kennzeichens nichts verloren. Ergo wurden niemals
Mahnungen versandt und nicht bezahlte Strafzettel blieben unbeachtet.
Es dauerte über zehn Jahre, bis ein Beamter diesen Bug im System
erkannte und - zum Leidwesen der Korsen - beseitigte.
Sommer 2009 werden neue Nummernschilder eingeführt. Dabei bleibt dann die Nummer dem Auto zugeordnet ; d.h. bei der Erstzulassung bekommt es sein Kennzeichen und das behält es dann sein ganzes "Leben" lang, egal wie viel Besitzern es gehören wird und unabhängig davon, wo die in Frankreich wohnen.
In den monegassischen Parkhäusern haben Sie in der Regel die erste Stunde kostenlos (" Franchise 60 minutes") in manchen Nizzaer Parkhäusern 40 Minuten.
Befindet sich an der
Ticketausgabe bei der Parkgarageneinfahrt ein Kreditkartensymbol, kann man
entweder statt ein Ticket zu ziehen, direkt seine Kreditkarte in den Schlitz
schieben und wenn man dann beim Verlassen der Garage seine Karte wieder
reinschiebt, wird automatisch der entsprechende Betrag per Kreditkarte abgebucht.
NACHTRAG 2007 :
aufgrund eines neuen internationalen Gesetzes bezüglich Kreditkarten ist das 'Einchecken'
in eine Tiefgarage direkt mit der Kreditkarte ab 1.März nicht mehr möglich
Bei der Einfahrt ganz normal Ticket ziehen, das man beim
Verlassen der Garage dann - ohne vorher an der Kasse bezahlt zu haben - wieder
in den Ticketleser schiebt, Kreditkarte hinterher und schon ist bezahlt.
Das allerdings nur zu Ihrer Information, denn ob das alles mit Kreditkarten aus
dem Ausland auch geht, weiss ich nicht. Im Zweifelsfall also lieber zum
Kassenautomat.
Parken Sie auf der Strasse, achten Sie darauf, ob am Boden 'payant' steht, dann müssen Sie nämlich einen Parkautomaten suchen (horodateur) und ein Parkzettelchen ziehen und deutlich sichtbar aufs Armaturenbrett legen, sonst gibt's ein liebes Brieflein von der Politesse. Politessen heissen in Frankreich übrigens "contractuelle" , denn das Wort Politesse bedeutet im Französischen "Höflichkeit" und das ist bei Politessen ja meist eher nicht gegeben.
Wenn Sie Probleme haben, einen Parkplatz zu finden, nehmen Sie doch einfach ihre Yacht mit in den Urlaub, da haben Sie dann ihren eigenen Parkplatz immer dabei :
kosten seit den letzten Erhöhungen
zum 20.Oktober 2003 und 1.
Januar 2004 ca. 5 € !
Nach massiven Protesten der Tabakgeschäfte soll dieser Preis
jetzt für 4 Jahre eingefroren
bleiben.
In Italien sind die
Schachteln z.Zt. noch bis zu 2 € billiger (was in den grenznahen
Orten wie Menton bei den Tabakhändlern zu Umsatzeinbussen von
bis zu 40 % führt)
Eine Stange …” heißt “Une cartouche de …” sprich: ün kartusch dö …
Da Rauchzeugs nur im “bureau de tabac” verkauft werden darf - Automaten gibt's nicht -, sollte man sich für die Abendstunden immer mit ausreichend Vorrat eindecken. Zwar unterhalten Barkeeper und Kellner meist ein kleines Vorratslager, aber das kostet 30 – 40% mehr als im Laden und die Auswahl ist meist auf Marlboro und Marlboro light beschränkt.
Wenn Sie jetzt glauben, rauchen
sei in Frankreich teuer, dann fahren Sie mal nach England : statt 5 € kostet da
die Packung 5 £, das sind rund 7.5 - 8 € !!!
Aber Deutschland steht, glaub ich, den Franzosen preismässig bei den Kippen in nichts mehr
nach, oder?
AB
FEBRUAR 2007 ist in Frankreich das Rauchen
in öffentlichen Räumlichkeiten (z.B. auch in Büros, auf Bahnhöfen etc)
untersagt. Für Restaurants, Discotheken u.ä. gilt noch eine Schonfrist bis
Januar 2008, dann ist auch dort qualmfrei angesagt.
Richtet der Gastronom ein Raucherzimmer ein, so darf dort kein Service geboten
werden (damit der Kellner sich nicht dem Rauch aussetzen muss) und das Zimmer
darf z.B. erst EINE STUNDE nachdem der letzte Gast den Raum verlassen hat,
gereinigt werden
Wer hätte gedacht, dass es im Land der Gauloise einmal soweit kommt.
Und wie ist das eigentlich, wenn Sie in ihrem eigenen Auto -welches ja kein öffentlicher Raum ist - erlaubterweise rauchen und dann das Fenster runterkurbeln und der Qualm in die Öffentlichkeit gelassen wird ????? Life is so uncertain !
Bezahlt wird immer Tischweise, auch wenn 15 Leute am Tisch sitzen; wer getrennt zahlen will, muß das mit seinen Kumpels selbst abrechnen.
Wenn alle Tische belegt sind, wartet man auf einen freiwerdenden Tisch. Sich an einen besetzten Tisch, der noch ein paar frei Stühle hat dazuzusetzen ist undenkbar !
5-10% Trinkgeld sind üblich und für den Kellner ein wichtiger Bestandteil seines Einkommens. Das Trinkgeld wird einfach auf dem Tisch liegen gelassen. Das in Deutschland übliche : Geld in die Hand drücken, ein gönnerhaftes “stimmt so” oder ähnliches sollte man hier tunlichst vermeiden !
Ab und zu hört man von Touristen : “ Ich komm doch eh’ nie wieder hierher und der Kellner checkt doch eh’ erst wenn ich weg bin, dass es kein Trinkgeld gab” ist wohl ein Fall für die Kategorie ……Aber dazu gehören Sie ja nicht.
Wundern Sie sich übrigens nicht, dass der Kellner beim Teller abräumen niemals fragt, ob es Ihnen geschmeckt hat – das setzt man in Frankreich einfach voraus und meist stimmt es auch. Folgen Sie einfach unseren Restaurantempfehlungen ;o)
Kreditkarten sind sogar noch mehr verbreitet, als in Deutschland, aber wenn Sie Essen gehen und nur die Karte haben, sollten Sie trotzdem sicherheitshalber vorher fragen ob sie akzeptiert wird oder an der Eingangstüre nach entsprechenden Aufklebern Ausschau halten. Vor allem American Express und Diners Club Karten werden wegen der hohen Kosten eher selten akzeptiert. Euroschecks werden ebenfalls sehr selten akzeptiert. (Ein Notfall-/Reservescheck mitzunehmen schadet aber auch nicht – z.B. wenn Sie unvorhergesehen eine Panne haben oder z.B. eine Kaution für eine Ferienwohnung hinterlegen müssen). Auch Geld abheben mittels EC-Karte ist nicht an jedem Automaten möglich - suchen Sie sich einen Automaten, der den Aufkleber mit dem ec-Symbol trägt. Die sicherste Form des Geldtransportes ist immer noch der Reisescheck. Hier empfiehlt sich American Express . Die Schecks können vielerorts eingelöst werden, in Nizza und Monte-Carlo sind American Express Büros (Nizza hat sogar Sonn- und Feiertags geöffnet) und die Einlösung ist gebührenfrei. Beim Kauf der Schecks empfiehlt sich der Abschluß der Diebstahlsversicherung (kostet 1% der getauschten Summe). Im Fall der Fälle bekommen Sie dann vor Ort innerhalb 24 Stunden Ersatz, vorausgesetzt Sie haben die bereits von Ihnen eingelösten Schecks ordentlich auf dem beiliegenden Verzeichnis eingetragen und dieses zusammen mit der Kaufquittung der Reiseschecks getrennt von den Schecks aufbewahrt.
Ab und zu werden deutsche Kreditkarten im Ausland an Tankstellenautomaten nicht akzeptiert, vor allem in der Schweiz, aber auch in Frankreich z.B. an den sehr günstigen "Esso-Express"-Tankstellen (= Automatentankstellen ohne Personal, auch tagsüber), und v.a. auf dem Land, wo nachts die Tankstellen meist nicht von Personal besetzt sind, sollte man also den Tank nicht bis zum letzten Tropfen leerfahren !
AVIA, AGIP oder TOTAL - Tankstellen sind in der Regel sehr teuer, Elf - Tanken sind meist günstig. die günstigsten sind oftmals die Tankstellen, die zu Grossmärkten wie LECLERC oder CARREFOUR gehören, da gibt es während der Öffnungszeiten des Supermarktes auch ein bemanntes Häuschen, wo man seinen Sprit in bar bezahlen kann. Nachts sind die aber, wie gesagt, auch geschlossen und bezahlen kann man dann nur mit französischen Kreditkarten.
In Deutschland ist ja wohl die Mastercard die meist verbreiteste Kreditkarte; in Frankreich dominiert eindeutig VisaCard.
Da die kleinen Tante Emma Läden
und auch kleine Supermärkte wie Marché U relativ teuer
sind, kauft man vor allem für den großen Wocheneinkauf
eher bei den großen Ketten wie Carrefour, Auchan, Leclerc oder
Géant ein. Wenn Sie bezahlt haben, sollten Sie umgehend ihren
Kassenbon prüfen, denn es schleichen sich unbeabsichtigt gerne
mal Fehler ein. Sei es, daß ein Sonderangebot zwar in den Regalen
ausgezeichnet ist, in den Computerkassen aber noch nicht programmiert
ist (hier ist nicht der einzelne Joghurt oder eine Flasche Cola
gemeint : bei Kleidung, Autozubehör oder kleinen Elektrogeräten
sind das aber gleich mal 10 oder 20 € Unterschied - zuviel um es
einfach zu verschenken) oder sei es daß ein Artikel vom
Kassenscanner zweimal erfasst wird.
Wenn Sie z.B. zwei Flaschen
Milch o.ä. kaufen, gibt die Kassiererin ein : "2 mal "
und dann zieht sie die Flasche über den Scanner. Dabei kann es
passieren, daß sie eine Idee zu fest oder zu lang auf die "2"
drückt und dann steht auf dem Kassenbon statt " 2 x "
nämlich " 22 x " Das sind auch gleich mal 20 €
zuviel und bei einem randvollen Einkaufswagen merken Sie das nicht
unbedingt gleich und denken vielleicht höchstens: "ist ja
ganz schön teuer hier"
Das ist natürlich keine
Absicht - die Kassiererin hat ja nichts davon. Gehen Sie in einem
solchen Fall gleich zum "accueil", dort bekommen Sie die
Differenz sofort in bar zurück.
Leider sind auch in Frankreich die Preise dank dem Euro gestiegen. Preise vergleichen lohnt sich auf alle Fälle und oftmals sind die hauseigenen Produkte (beispielsweise "Carrefour") in der Qualität den Markenprodukten ebenbürtig, aber im Preis meist ein Drittel billiger.
Obst und Gemüse kaufe ich
mittlerweile lieber auf einem Markt. Pfirsiche beispielsweise sind im Carrefour
meist klein, hart und der Geschmack lässt doch sehr zu wünschen übrig : sie sind
einfach viel zu früh geerntet worden.
Am besten sind grosse Wochenmärkte, denn es ist ja einleuchtend, dass auf
kleinen Wochenmärkten wie in Beaulieu die Preise relativ hoch sind, da dort
keine Konkurrenz herrscht. In der Avenue Malaussena sind beispeilsweise zig Händler und da kämpft natürlich jeder um
die Kunden - mit frischerer Ware zu günstigeren Preisen (der Markt findet für
die Dauer der
Trambahnbaustelle gleich nebenan in der Avenue J.Garnier statt).
Fleisch ist im Supermarkt, wie
in Deutschland auch, eher ein Trauerspiel. Was aber nicht verwundert, denn
Supermarktmetzger sind nunmal keine richtigen Metzger sondern Verkäufer mit
einer kleinen Zusatzausbildung am Messer. Von einem Wiener Schnitt haben die
wahrscheinlich noch nie was gehört und das Fleisch ist demzufolge oft falsch
geschnitten und wenn man dann zuhause die Packung öffnet, schwimmt der ganze
Saft unten in der Styroporschachtel.
Ein richtiger Metzger ist zwar vordergründig teurer, aber ein hartes, zähes und
geschmackloses Fleisch ist selbst mit einem Superbilligaktionspreis noch
rausgeschmissenes Geld. Bei meinem Metzger wurde ich noch nie entäuscht :
Schweinefleisch kostet zwar fast das Doppelte, geht aber in der Pfanne auch
nicht zusammen wie das hormongeschwängerte Billigfleisch aus dem Supermarkt,
ist saftig und hat Geschmack. Rindfleisch ist nur unwesentlich teurer, in der
Qualität aber um Lichtjahre besser und Kalbfleisch ist lediglich rund 5% teurer
und immer zart.
Hackfleisch wird nicht auf Vorrat produziert, sondern erst auf Kundenanfrage
durch den Wolf geschickt; ausserdem bekommt man es beim Metzger, wie man es
haben will, also beispielsweise halb Rind / halb Schweinefleisch, was man im
Supermarkt meistens nicht findet, da gibts nur reines Rinderhack
Fast Food ( zu deutsch " fast Essen" ) gibt es ja auch in Frankreich an jeder Ecke. Wir wissen nicht, ob es in Deutschland mittlerweile auch so miserabel ist, aber bei Mac Do (sprich "makkdo", die franz. Version des deutschen "mäcki") z.B. in Lingostière, dem großen Einkaufszentrum im Westen von Nizza - aber nicht nur da -, sind die Burger gerade mal noch lauwarm und die Pommes kämpfen beim Geschmack mit ihrer Pappschachtel (essen Sie lieber die Pappschachtel, die schmeckt besser und hat weniger Kalorien) und deutsche Touristen bestätigen öfters, dass die gleichen Menüs in deutschen McDonalds deutlich billiger sind als in französischen.
Burger King kommt scheinbar auch in Frankreich nicht auf die Beine. Nur 100 Meter vom gerade erwähnten Mac entfernt, befand sich ein Burger King; und noch dazu direkt neben dem Eingang zum Multiplexkino. Aber auch da hat es nicht geklappt und jetzt ist da ein KFC - Kentucky fried chicken beheimatet. Wie der Name ja bereits ahnen lässt, gibt es da nur Burger mit Hühnchenfleisch. Wenn sich jemand auf etwas spezialisiert, sollte man meinen, dass er das besonders gut beherrscht. Aber sorry, KFC, das Hühnchen schmeckt nach feuchter Watte, die Panade ist eine Katastrophe und viel zu dick. Und dafür auch noch 20 Minuten oder länger anstehen - Nein, danke. (Wir selbst haben uns das nicht angetan; uns genügten die bösen Kommentare einiger Gäste beim Verlassen des Lokales und die große Anzahl halbvoll stehen gelassener Tabletts. Nur aus Neugierde haben wir dann mal einen Burger mit Fritten am Drive-In-Schalter geordert - " buerk ", wie der Franzose sagt, wenn er " bäh " meint.
Auf dem Weg nach Langostière
gibt es ja als Alternative noch den Quick - ebenfalls mit
Drive-In. Man sollte aber lieber im Lokal essen und sich aufs Kauen
konzentrieren, damit man die Plastikteile im Salat nicht aus Versehen
mit isst : in meinem Burger befanden sich statt eines einzelnen
Salatblattes ein Häufchen Salatschnipsel - ist ja auch in
Ordnung - aber darin versteckt eine dicke Plastiklasche !
Wahrscheinlich der Abreiß-Nippel zum Öffnen des in Säcken
abgepackten Salates. Das lässt Rückschlüsse auf die
allgemeine Sorgfalt zu.
MacDo & Co sind mit ihren
Pappschachteln und -bechern etc nicht nur riesige Abfallproduzenten (ganz
zu schweigen, von den Tonnen an Burgern, die die ständig in den Müll werfen,
weil ein unfähiger Manager sich gerade mal wieder mit dem Kundenandrang
verschätzt hat), sondern sie sind auch Geschmacksvernichter. Aus guten
Rohmaterialien wie Fleisch von glücklichen Kühen machen sie geschmacklose
Hackfleisch-Pads, aus tadellosen Kartoffeln machen sie Normfritten, die nach
nichts schmecken (haben Sie schon mal selbst Pommes frites gemacht - aus
frischen Kartoffeln, nicht aus Tiefkühlware !?)
Ihr Kind wird ein Fettklops und schaut dann aus, wie all die Amikids - na klasse
!
Jede "Mahlzeit" bei einem Burgerbrater ist eine verpfuschte Mahlzeit !
Machen Sie lieber mal zuhause selber Burger,
mit Soßen, wo Sie auch wissen, was drin
ist, mit
vernünftigem frischen Fleisch, knackigem Salat und dazu ein kühles Bier und
nicht deren Sirup-Plörre mit tonnenweise Eis drin (das
viele Eis in den Getränken der Burgerbrutzler ist nicht etwa ein wohlwollender
Service für heisse Sommertage, sondern hat schlicht und ergreifend den Grund,
dass Eiswürfel viel Platz wegnehmen und billiger sind als statt dessen den
Becher bis zum Rand mit Cola oder Limo zu füllen - in der Masse macht das ganz
schön was aus)
Und wenn Sie schon was auf die Schnelle unterwegs essen wollen, dann lieber ein Sandwich (siehe dazu auch unter Essen und Trinken)
TIPP
: Wenn Sie übrigens vermeiden wollen, dass ihr Kind ein Fastfood-junkie wird,
gibt es ein einfaches aber wirksames Rezept : Vorrausgesetzt ihr Kind ist noch
klein genug, dass es nicht schon infiziert ist, gehen Sie mit ihm an den Tresen
und fragen es, was es haben will : Hund oder Katze ? Da jedes Kind Hunde oder
Katzen süss findet, wird es Sie natürlich geschockt ansehen. Sie antworten aber
ganz cool : Ach Du wusstest das nicht, mein Schatz ? Ja warum glaubst Du, dass
es hier nur Hackfleisch-burger gibt ? Damit man nicht gleich sieht, was wirklich
drin ist !!
Besteht ihr Kind anschliessend immer noch auf etwas essbares, bestellen Sie
Pommes. Sie haben sich natürlich vorher unauffällig mit ein oder zwei Tütchen
Salz ausgestattet, die Sie jetzt unauffällig auf die Pommes rieseln lassen, ihr
Kind sieht ja noch nicht auf den Tresen hinauf und merkt demzufolge nichts von
der Aktion. Wenn es dann beim ersten Bissen angewidert das Gesicht verzieht,
sagen Sie ganz nonchalant : "Ich hab Dir doch gesagt, dass das hier Sch...
schmeckt." Das alles dürfte ihr Kind erstmal für einige Zeit von diesen
armseligen Niederungen der Möchtegern-Gastronomie fernhalten.
Apropos
Frikadellenschänder : diese Form der Kundenkonditionierung muss natürlich
minutiös geplant und strengstens kontrolliert werden, damit sie funktionniert (ein
treuer Burger-Kunden empfindet eine weltweit gültige Speisekarte, die nicht mehr
als 5 - 6 Wahlmöglichkeiten zulässt und weltweit gleich"schmeckende" Produkte
scheinbar eher als guten Service denn als kundenverar...ende
Fliessbandabfertigung).
Dieses System funktioniert auf der Basis des :
Franchise
und davon gibt es auch in
Frankreich reichlich - nicht nur in der gerade geschilderten
Magenvollmach-Industrie, sondern auch im Handel und in der Dienstleistung. Dass
es da auch nicht besser zugeht, zeigt beispielsweise die Frisörkette PASCAL
COSTE. In Beaulieu sur Mer befindet sich beispielsweise eine von diesen
Niederlassungen. Auf den ersten Blick sieht es aus, wie jeder x-beliebige Salon,
der versucht, mit bescheidenen Mitteln auf trendy zu machen. Aber das Personal
scheint wohl eher aus Leuten zu bestehen, welche die Frisörausbildung versemmelt,
geschwänzt oder käuflich erworben haben, denn die können nicht mal einem Mann
einen geraden Schnitt verpassen (weiss ich von meinem eigenen Figaro, der nach
seinem dreiwöchigen Urlaub von mehreren seiner Kunden gebeten wurde, zu retten,
was noch zu retten ist, weil sie während seiner Abwesenheit dummerweise zu
PASCAL COSTE gegangen sind), dann können Sie sich ja vorstellen, was die bei
einer Frau anrichten können!!
Von einem anderen Frisör wissen wir, dass jemand, der bei COSTE gearbeitet hat,
diesen beruflichen Fehltritt bei Bewerbung in seinem Lebenslauf lieber
verschweigt, weil er damit bei keinem seriösen Betrieb mehr unterkommen würde.
Wenn Sie also im Urlaub mal die Haare schneiden lassen¨wollen, machen Sie es
lieber selbst vor dem Badezimmerspiegel; selbst betrunken und mit einem
Käsemesser als einziges Werkzeug wird es noch besser als bei PASCAL COSTE - oder
gehen Sie zu einem richtigen Coiffeur.
Franchise muss nicht zwangsläufig schlecht sein, im Handel ermöglicht er bessere Einkaufskonditionen, gezielte Werbeaktionen etc und somit u.U. auch Vorteile für den Kunden und jeder Händler muss schliesslich selbst wissen, ob er sich in solch einem Verbund wohl fühlt oder lieber mehr Unabhängigkeit vorzieht, aber gerade im Dienstleistungssektor ziehe ich als Verbraucher die individuelle Note und örtliche Spezialitäten einem genormten Einheitsprodukt auf alle Fälle vor.
Taxis sind in Frankreich relativ teuer, Busse dagegen vergleichsweise günstig. Seit kurzem gilt in unserer Gegend der Einheitstarif von 1€30 für die einfache Fahrt ( aller , sprich : alleh mit Betonung auf das eh ). Wenn Sie auch für die Rückfahrt den Bus nehmen wollen, nehmen Sie ein Hin- und Rückticket ( aller et retour, sprich : alleh e rötuhr, wieder die Betonung auf das eh und das uhr ), das ist billiger als zwei Einfachtickets
Am besten ist natürlich ein Mietwagen (wenn man nicht ohnehin mit dem eigenen Auto unterwegs ist – logisch !). Aber Achtung : ohne Kreditkarte für die Kaution bekommen Sie nirgends einen Mietwagen; selbst wenn Sie die doppelte Summe der geforderten Kaution in bar anbieten – keine Chance !
Handys sind (leider) überall
und auch deutsche Handys funktionieren hier ohne Probleme.
Telefonieren am Steuer eines Fahrzeuges ist übrigens auch
in Frankreich verboten und kann mit bis zu 150 € bestraft
werden, also lieber anhalten oder den Beifahrer telefonieren lassen;
telefonieren per Freisprechanlage (auch die, mit den Ohrstöpseln)
ist hingegen erlaubt. (In Spanien sind beispielsweise nur echte
Freisprechanlagen, also keine Ohrstöpsel erlaubt)
Telefonieren
am Steuer : siehe auch oben unter " Von
Autofahrern und Motorradfahrern, sowie deren Verkehrsmoral
"
Die Polizei setzt übrigens auch Beamte in
Zivilkleidung ein, die am Straßenrand wie harmlose Passanten
aussehen , aber über ein verstecktes Mikro Infos an die Kollegen
an der nächsten Ecke weitergeben. Die ziehen dann die Telefonierer (gilt natürlich auch für andere Delikte) aus
dem Verkehr. Auf Autobahnen werden zum gleichen Zweck auch gerne mal
Zivilautos eingesetzt.
Für normale, öffentliche Telefone braucht man zu 99 % eine Telefonkarte, die in Tabakgeschäften (bureau de tabac) verkauft werden (kleinste Karte ca. 8 €).
Rufnummern im Departement Alpes
Maritimes fangen seit einigen Jahren grundsätzlich mit 04
an, gefolgt von 93 oder 92 und einer sechsstelligen Nummer –
insgesamt also immer 10 Ziffern, selbst wenn man den Nachbarn anruft,
der im gleichen Haus wohnt!
Auch wenn Sie irgendwo z.B. auf
Werbetafeln noch Nummern ohne 04 sehen, trotzdem die 04 vorwählen.
Bei Anrufen aus dem Ausland hat Frankreich die Ländervorwahl
0033. Anschließend dann z.B. 4 statt 04.
Achtung : Monte-Carlo gehört
nicht zu Frankreich ! Bei Anrufen von Monaco nach Frankreich und
umgekehrt also Ländervorwahl nicht vergessen (Ländervorwahl
Monaco = 00377)
TIPP : Wenn Sie in ihrem
Handy Telefonnummern abspeichern, speichern Sie sie inkl. nationaler
Vorwahl ab. Beispiel : ihr Gesprächspartner hat ein deutsches
Handy, die internationale Vorwahl für Deutschland wäre
0049, Sie speichern aber +49 ab (probieren Sie bei der Eingabe
die "0" zu drücken und gedrückt zu halten, bis
das "+" erscheint; ein einziges "+" genügt
statt der 00). Nach der Ländervorwahl also die Ortsvorwahl ohne
die Null und schließlich seine Nummer. Wenn Sie sich selbst in
Deutschland aufhalten, wird die internationale Vorwahl quasi
ignoriert - egal ob Sie selbst ein deutsches oder ein ausländisches
Handy haben, Sie zahlen also keinen Auslandstarif. Sind Sie
selbst im Ausland und rufen Ihren deutschen Gesprächspartner an,
wählt das Telefon die Vorwahl für Deutschland mit; Sie
brauchen also nicht jedes Mal die 0049 per Hand eingeben.
Das
funktioniert natürlich auch mit Auslandsnummern. Wenn Sie also
eine französische Nummer abspeichern wollen, geben Sie +33
ein, gefolgt von der Rufnummer des französischen
Gesprächspartners ohne die erste Null (siehe nachfolgende
Tabelle).
(Bevor Sie ihr gesamtes Adressverzeichnis
umprogrammieren, sollten Sie es vielleicht erst mal mit ein, zwei
Nummern testen und sich ggf bei Ihrem Provider erkundigen)
Vorwahlnummern in Frankreich :
01
ist Paris und Umgebung
02 ist alles links oben, also westlich und
nördlich von Paris (z.B. Bretagne). Auf einem Uhrenzifferblatt
alles zwischen neun und zwölf Uhr.
03 = rechts oben oder
östlich und nördlich oder zwischen zwölf und drei
Uhr
04 ist der Südosten, also alles zwischen drei und sechs
Uhr (Seealpen, Côte d'Azur und Korsika)
05 ist alles
zwischen sechs und neun Uhr (Richtung Pyrenäen)
06 sind
Handy-Nummern (Handys heißen in Frankreich "mobil"
oder "portable")
Wenn Sie einen Studentenausweis haben, dann unbedingt mitnehmen. Erhebliche Ermäßigungen in Museen !
©2009
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