Nizza ist die Hauptstadt des Departements. Dort sitzen die wichtigsten Verwaltungssitze.
In Nizza-Côte d'Azur , so der
offizielle Name des Flughafens,
kommen alle Flüge für Südfrankreich an; Charter, Linie und,
während des Formel 1 Grand Prix oder der Filmfestspiele Cannes auch unzählige
Privatflugzeuge (Cannes verfügt auch über einen kleinen
Sportflughafen).
Von Nizza aus gibt es natürlich auch die Umsteigemöglichkeit
in den Hubschrauber ins nahe gelegene Monte-Carlo. Dieser Transfer vom Nizzaer
Flughafen nach Monaco per Helikopter ist jedoch vor allem für Alleinreisende
meist billiger als ein Taxi. Rund 60 € kostet der reguläre Flug, 50 €
kostet es mit der Zehnerkarte und schneller ist es sowieso (ca. 6 Minuten
Flugzeit). Taxis, die hier ohnehin schon recht teuer sind, stehen dann oft
regungslos im Stau, während das Taxameter aber unbeirrbar weiterläuft.
Wem es wurscht ist, der nimmt den Bus - kostet ca. 6 € für die gleiche
Strecke und dank der erhöhten Sitzposition im Bus sieht man auch noch etwas.
Von Monacos Heliport
gehen Hubschrauberflüge in alle Finanzmetropolen Europas - ist nur
ein klein bisschen teurer als mit dem Zug ;o)
Der
Hafen von Nizza ist Ausgangspunkt für die Fähren nach dem ca.
180 km entfernten Korsika. Neben den normalen Fähren gibt es auch
die Hochgeschwindigkeitsfährschiffe, die mit 42 Knoten (das sind mehr
als 75 km/h ! ) locker jede Luxusjacht abhängen.
In Nizza befindet sich auch ein riesiges Kongresszentrum (Bill Gates macht hier oft seine Erstpräsentationen für den europäischen Markt). Ein weiteres Kongresszentrum befindet sich in Monte-Carlo.
Bekanntester Ort Nizzas ist vermutlich die “Promenade des Anglais” in der “Baie des Anges” (Engelsbucht). Die “Promenade der Engländer” bekam ihren Namen durch eine Nizzaer Redensart : vor cirka 150 Jahren herrschte in England eine Tuberkulose(?) epidemie. Ein englischer Adeliger verbrachte aus Angst vor Ansteckung den Winter in Nizza und war so von der Stadt begeistert, dass er es allen seinen aristokratischen Spezln erzählte, was eine derartige Reisewelle auslöste, dass die Nizzaer die Touristen nur noch als “die Engländer” bezeichneten; selbst wenn die Touristen aus Paris stammten (siehe auch "Geschichte Nizzas")
Heute
ist die breite Strand-Promenade immer noch beliebter Treffpunkt zum Spazieren,
Inline- und Skateboardfahren und nachts treffen sich am Strand Trommler,
Gitarristen, Tramper usw.
Auf der breiten Promenade stehen überall die berühmten, blauen Gartenstühle
auf die man sich setzt, um dem Meer gedankenverloren zuzuschauen oder die
vorbeiflanierenden Menschen zu studieren.
Direkt
neben der Strandpromenade befindet sich die Altstadt mit ihren engen Gassen
(überwiegend Fußgängerzone), in denen sich ein Lokal ans andere
reiht und auf dem “Cours Saleya”, dem langgestreckten Hauptplatz, findet
vormittags immer der weltberühmte Blumenmarkt statt, auf dem neben
Blumen aber vor allem Obst, Gemüse, Käse, Kräuter u.v.m.
angeboten wird. Abends bieten Maler, Schmuckhandwerker u.ä. ihre Werke
an.
Apropos
Kunst : in Nizza gibt es Unmengen an Museen.
Ein paar Kilometer weiter, in Antibes, befindet sich ein kleines Picassomuseum mit allen Werken die
er damals geschaffen hatte, als ihm die Stadt das kleine Schloss kostenlos als Wohnsitz
zur Verfügung stellte.
Auch musikmassig bietet die Region alles, was man sich wünschen kann :
Wie viele Städte und Dörfer in der
Provence, gibt es jeweils eigene Sprachen : das Monegu in Monaco, das Nissart in
Nizza auch so kleine Orte wie Peille haben ihre eigene Sprache. Oftmals ist das
Erlernen dieser Sprachen in der Grundschule Pflicht, wird dann aber später nur
noch über private Kurse für Interessierte angeboten, gesprochen wird es im
Alltag nicht.
In Nizza gibt es sogar eine zweisprachige Zeitung,
"Französisch / Nissart" und in der Altstadt sind alle Straßennamen
in beiden Sprachen angeschrieben. Im Gegensatz zu regionalen Dialekten, sind
dies aber wirklich eigenständige Sprachen, bei denen man so gut wie nichts
versteht, selbst wenn man Französisch oder Italienisch kann.
Logischerweise gibt es auch eine regionale
Küche. Mehr dazu auf der "Cuisine-Seite"
Alles
von Rang und Namen unterhält Sommer-Residenzen in der Gegend Monaco
- Nizza : Mr. Microsoft Bill Gates bzw. sein Co : Paul Allen, Popstars wie Tina Turner, Elton John, Bono von U2,
Ex-Spice Girls, Julian Lennon .... und nicht wenige Großverdiener wohnen
hier ständig (viele natürlich in Monaco, aus bekannten Gründen)
und / oder haben ihre Luxusjachten in den Häfen liegen.
Auch die Rolling Stones kommen immer mal wieder in die Gegend, da sie hier in
den 70-ern Villen hatten. Keith Richards " Villa Nellcote" lag in
Villefranche neben dem Cap Ferrat und sie trafen sich dort täglich, um an ihrem
Album (" Exile on Main Street ") zu arbeiten. Sehr zur "Freude" der Anwohner,
denen Tag und Nacht die Gitarrenriffs um die Ohren gefetzt wurden. Als dann auch
noch Drogengerüchte in Umlauf kamen, bat man sie höflichst, sich auf
Herbergssuche im befreundeten Ausland zu begeben. Was natürlich lächerlich ist
: die Stones
nahmen doch keine
Drogen, lächerlich, wo gibt's
denn sowas.
Bereits 1967 nahm Paul McCartney einige Filmsequenzen zu "Fool on the hill"
auf den Hügeln von Nizza auf und auch 2002 wurden wieder Video-Clips in der
Gegend gedreht :
U2 filmte Szenen ihres Videos zu "Electrical Storm" in Eze,
gleich neben Bonos Villa, in der 2 Monate vorher sein Gitarrist Dave Evans
alias "The Edge" übrigens seine Hochzeit feierte. Für die
Hochzeitsfotos hatte der Bürgermeister extra den exotischen Garten
sperren lassen, anschließend gab's im Nobelhotel nebenan einen Empfang und ab
Nachmittags dann die Fete bei Bono (mit 5 Feuerwerken) zu der alles kam, was
Rang und Namen hatte. Na ja fast alles - Sting war am selben Tag nur unweit
entfernt in Grasse damit beschäftigt, das "Ave Maria" a cappella
zu singen - dort heiratete nämlich einer seiner Musiker.
Die
Städte an der Côte d´Azur liegen jeweils immer nur ca.
20 Kilometer auseinander und wenn man es eilig hat kann man ja auch die
Autobahn benutzen. Somit kann man also ohne weiteres in der landschaftlich
schönsten Ecke Monaco - Nizza sein Urlaubsdomizil aufschlagen und
trotzdem mal eben :
- Antibes besichtigen (dort wurde übrigens um 1930
das Wasserskifahren erfunden - deshalb wurde dort auch die Wasserskiszene
aus dem Vorspann der Serie “Die Zwei” mit Tony Curtis und Roger Moore gedreht,
sowie viele Szenen aus der Serie selbst),
- auf einen Cafe oder zum Mittagessen nach Cannes bzw. auf die vorgelagerten Inseln oder ein
- Tagesausflug an der Küste entlang, durchs Esterel-Massif nach St.Tropez (von Nizza aus ca. 90 km)
- oder natürlich Ausflüge ins Hinterland, der Landschaft wegen oder in eines der vielen kleinen Dörfer, wie z.B. St. Paul de Vence.
Wenn es mal etwas Bewegung sein darf, dann bietet sich die Umrundung des Cap Ferrat zu Fuß an.
Motorradfahrer finden in den Bergen um Nizza - Monaco genug Stoff für ausgedehnte Touren über (selbst in der Hochsaison) verlassene Bergsträßchen und können sich anschließend zur Erfrischung noch mal kurz in die Meeresfluten stürzen.
Schließlich soll noch auf das Feuerwerksfestival hingewiesen werden : im Juli und August wird im Hafen von Monte-Carlo ein 20 - 30 minütiges Feuerwerk, synchron mit Musikuntermalung veranstaltet. Jedes Mal präsentiert sich ein anderes Land. Dafür werden in Monaco die Lichter gelöscht und dann können die Pyrotechniker die neuesten Errungenschaften ihres Handwerks vorführen (1000 Kilo Sprengladung pro Feuerwerk!). Gigantisch.
Die Zukunft
des Feuerwerksfestival war allerdings
wegen des Baus eines neuen Kais für Kreuzfahrtschiffe sehr ungewiss (siehe
"Der
neue Hafen").
2002 und 2003 fand es z.B. nicht statt, da der Kai im Bau
war und die Baustelle
voller Maschinen und Kräne ist. Stattdessen fand Anfang August am Strand von Larvotto ein 45-minütiges Schauspiel aus Feuerwerk (über 6000
Raketen!!), Musikuntermalung und buntbeleuchteten Wasserfontänen statt - sehr
gelungener Event.
2010 findet das Feuerwerksfestival
voraussichtlich an
folgenden Tagen statt : 9. und 22. Juli, jeweils um 22 Uhr sowie 13. und 26. August jeweils um
21 Uhr 30, im Hafen 'Port Hercule'
WARNUNG : Wer einmal hier war, will meistens immer wieder kommen !
Wenn Sie jetzt Lust haben, die Côte d´Azur einmal selbst genauer in Augenschein zu nehmen - Nur zu ! Auf unseren Seiten finden Sie hoffentlich alle Ihre Fragen beantwortet. Wenn nicht, schreiben Sie uns.
Bis bald, an der Côte d´Azur
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